Schalke wird Meister…

Moderator Sven Pistor gerade auf WDR2 – Liga Live:

“Frank Walter Steinmeier glaubt, dass Schalke 04 Meister wird. – Aber Frank Walter Steinmeier glaubt ja auch, dass er Kanzler wird.”

Okay, nicht schlecht der Spruch. Der arme Kanzlerkandidat der SPD muss derzeit viel Spott ertragen. Er macht keine “gute Figur”. Nur eine Frage hätte ich: Wollen wir einen Politiker, der eine “gute Figur” macht? Oder wollen wir nicht doch lieber jemanden, der kluge Politik macht? Am Besten wäre es natürlich, beides zu kriegen. Wenn das aber nicht geht, dann würde ich immer denjenigen wählen, der sich zum Deppen macht, solange seine Politik gut ist.

Und damit zurück zu Steinmeier: Der will einen Mindestlohn einführen, den Atomausstieg durchkämpfen und ein Gesetz einbringen, das endlich eine Frauenquote in Führungspositionen erzwingt. Das finde ich alles gut. Und deshalb werde ich auch dann für Steinmeier sein, wenn er in Zukunft nur noch mit Pappnase auftritt.

Liebe Welt da draußen, bitte wählt im September nicht den, den ihr für “cool” haltet! Sondern wählt den (oder die), der (oder die) eine Politik vertritt, die ihr für richtig haltet!

6 comments to Schalke wird Meister…

  • HerrBert

    Waaaaaas zur Hölle soll denn eine ERZWUNGENE Frauenquote in Führungspositionen?! Ein Unternehmen soll allen Ernstes einen geeigneten männlichen Kanditaden ablehnen und dafür eine ungeeigneteren weiblichen engagieren, nur damit sie ihre Frauenquote erfüllen? Wo ist denn da der freie Wettbewerb und Gleichberechtigung?
    Frauen in Führrungspositionen gut und gerne, aber bitte wenn sie sich das selbst erarbeiten und verdienen und nicht, weil es vorgeschrieben ist.

  • Qwerty

    Dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Frauen bei gleicher Qualifikation vor Männern eingestellt werden müssen, reicht wohl nicht? Zugegeben, zu behaupten das funktioniere, ist ziemlich realitätsfern. Aber eine Frauenquote zu erzwingen ist genau so schwachsinnig. In der heutigen Zeit der Wirtschaftskrise sollte man Unternehmen nicht noch mehr Gründe bieten, ihren Standort in andere Länder zu verlagern. Von dem Aspekt der Gleichberechtigung einmal komplett abgesehen, die kann man mit undurchdachten Gesetzen sowieso nicht erzwingen.

    Genauso blöd ist die Einführung eines Mindestlohns: Natürlich ist es unsinnig zu Löhnen zu arbeiten, die Hartz IV noch unterbieten. Allerdings wird letztendlich keiner gezwungen, so eine Betätigung anzunehmen. Die Folge eines Gesetzes wäre zunächst einmal ein drastischer Anstieg an Schwarzarbeitern, und da auch wohl – ganz dem Klischee entsprechend – nicht unbedingt deutschen Staatsbürgern. Was also würde ein gesetzlicher Mindestlohn dem Deutschen und der deutschen Wirtschaft nützen? Desweiteren lässt sich diese Idee nicht im geringsten mit der Vorstellung von freier Marktwirtschaft vereinen. Eine gesetzliche Frauenquote und ein gesetzlicher Mindestlohn wären ein schwerer Eingriff in das sensible System der Marktwirtschaft. Ein Staat sollte unterstützend eingreifen, anstatt zu kontrollieren und zu regulieren.

    Dass Atomenergie zu den umweltschonendsten Energiegewinnungsformen gehört, scheint den meisten zu entgehen, in dem übertriebenen Hype der vorwiegend durch die Grünen angetrieben wird. Und man sollte sich fragen, ob einem landschaftverschandelnde Windkraftanlagen lieber sind, als die nicht vorhandene Gefahr in den durchaus SEHR sicheren deutschen Atomkraftwerken. Natürlich ist erneuerbare Energie sinnvoll – aber eben auch teuer. Photovoltaik-Anlagen brauchen zum Beispiel Jahre, um ihrem Preis gerecht zu werden, und das in Australien.
    Wie die beiden vorherigen Punkte würde dies letztendlich der deutschen Wirtschaft schaden, denn woher kriegen wir den benötigten Strom in der Übergangszeit? Richtig, von den Franzosen, die zu 80% durch Kernkraft versorgt werden.

    Am Ende noch ein Kommentar zu der Website der SPD, den ich mir leider nicht verkneifen kann:
    “Achtung, das wollen die Anderen wirklich” aka “Wir wissen nicht, womit wir uns hervorheben können, also machen wir lieber die anderen schlechter” ganz in der Manier der völlig misglückten Europawahl Propaganda lässt die SPD erbärmlich und nach Aufmerksamkeit gierend erscheinen.

  • Qwerty

    Ach, mir fällt gerade auf, dass mein Comment eigentlich komplett an der eigentlichen Botschaft Ihres Postings vorbei argumentiert, aber die Punkte mussten trotzdem einmal angesprochen werden ;)

  • @ Querty, HerrBert:
    Nur ganz kurz zur Frauenquote:
    1. Dass es nicht funktionieren kann ist Quatsch. Guckst du hier…
    2. Warum ich eine Frauenquote für wünschenswert halte? Nach meiner Beobachtung sind Frauen viel mehr an einer konstruktiven Lösung von Auseinandersetzungen interessiert. Denen kommt nicht so oft das Testosteron in die Quere wie uns. Das kann für die Gesellschaft nur gut sein. Und dass sie tough genug sind sich durchzusetzen kann man an zahlreichen erfolgreichen Frauen z.B. in der Politik sehen.

  • Qwerty

    Der link funktioniert nicht…
    Wenn sie so tough sind wie unsere geschätzte Frau Merkel mit ihrer Wischi-Waschi-Politik kann ich auf Frauen in Führungspositionen gut verzichten. Aber Spaß beiseite, ich habe mich ja nicht gegen Frauen in Führungspositionen geäußert, sondern lediglich gegen eine erzwungene Frauenquote. Es sollte nach wie vor der Qualifizierteste den Job bekommen. Werden Männer dabei bevorzugt? Höchst wahrscheinlich. Würden Frauen, die nur wegen einem Gesetz ihren Posten bekommen, ernster genommen werden / von den Kollegen mehr geschätzt werden? Auf gar keinen Fall. Ich kann mir das Getuschel hinter ihrem Rücken bildlich vorstellen…
    Desweiteren würde ein enormer Leistungsdruck auf besagten Frauen lasten. Das kann (muss nicht) zu drastischen Fehlentscheidungen führen.
    Das Bild des Mannes als grunzender Neanderthaler, der blind seinem Testosteron gehorcht, verbanne ich mal lieber aus jeder ernsthaften Diskussion. Genau so gut kann man sagen, dass Frauen sich nur von ihren Gefühlen leiten lassen.

    http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/gleichstellung,did=88098.html wäre vielleicht ganz interesant zu dem Thema.
    Meiner Meinung nach sollte man die in dem Artikel genannten Ursachen “bekämpfen”, statt wie mit einem Gesetz die Symptome zu “behandeln”.

  • Der Link geht jetzt… (Da war vorher ein Anführungszeichen zu viel reingerutscht.

    @Querty:

    Das Bild des Mannes als grunzender Neanderthaler, der blind seinem Testosteron gehorcht, verbanne ich mal lieber aus jeder ernsthaften Diskussion.

    Okay, meine Formulierung war nicht sonderlich präzise. Von der Sache her bleibe ich aber dabei, dass Frauen im Durchschnitt für Führungspositionen geeigneter sein dürften als Männer, da Männer Aggressionen nicht so gut unter Kontrolle halten können wie Frauen. Wie gesagt: “Im Durchschnitt”. Es gibt natürlich jede Menge Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

    Aber ist ja auch okay, dass wir bei Sachthemen unterschiedlicher Meinung sind. Solange wir uns darüber einig sind, dass wir Frau Merkel wegen ihrer Politik wählen/abwählen sollten (und nicht weil wir ihre hängenden Mundwinkel mögen/nicht mögen), bin ich schon glücklich.

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